Ein kürzlich nicht klassifizierter Bericht des Pentagon aus dem Jahr 1998 enthüllte eine Untersuchung zur Verwendung von Laserstrahlen für einige interessante potenzielle Methoden der nicht-tödlichen Folter. Zu den untersuchten Anwendungen zählen das Einbringen von Stimmen in die Köpfe von Menschen, die Verwendung von Lasern, um ein unkontrolliertes Zünden von Neuronen auszulösen, und die langsame Erwärmung des menschlichen Körpers bis zu einem Punkt fieberhafter Verwirrung - alles aus Hunderten von Metern Entfernung.

Ein US-Bürger beantragte vor etwas mehr als einem Jahr den Zugang zu dem Dokument mit dem Titel "Bioeffekte ausgewählter nicht tödlicher Waffen" gemäß dem Gesetz über die Informationsfreiheit. Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine der im 10-jährigen Bericht genannten Technologien seit dem Zeitpunkt der Erstellung entwickelt wurde.

In dem Bericht wurden verschiedene Arten von nicht-letalen Laseranwendungen erläutert, darunter Mikrowellenhören, gestörte neuronale Kontrolle und Mikrowellenerwärmung. Bei der ersten Art können kurze HF-Energieimpulse (2450 MHz) eine Druckwelle in Feststoffen und Flüssigkeiten erzeugen. Wenn der Mensch gepulster HF-Energie ausgesetzt wird, verspürt er das unmittelbare Gefühl des "Mikrowellenhörens" - Geräusche wie Summen, Ticken, Zischen oder Klopfen, die im Kopf entstehen können.

Studien mit Meerschweinchen und Katzen legen nahe, dass der für das Phänomen verantwortliche Mechanismus die thermoelastische Expansion ist. Die Exposition gegenüber den HF-Impulsen verursacht keine dauerhaften Effekte, da alle Effekte fast unmittelbar nach Beendigung der Exposition aufhören. Wie in dem Bericht erläutert, kann das Einstellen des Mikrowellenhörvermögens die Kommunikation mit Personen aus einer Entfernung von bis zu mehreren hundert Metern ermöglichen.

"Das Phänomen ist insofern abstimmbar, als die charakteristischen Geräusche und Intensitäten dieser Geräusche von den Charakteristiken der gelieferten HF-Energie abhängen", erklärt der Bericht. "Da die Frequenz des zu hörenden Schalls von den Impulseigenschaften der Hochfrequenzenergie abhängt, scheint es möglich, dass diese Technologie so weit entwickelt wird, dass Wörter wie das gesprochene Wort gehört werden können, außer dass dies nur möglich ist Gehört im Kopf einer Person In einem Experiment konnte die Kommunikation der Wörter eins bis zehn mit Hilfe von "sprachmodulierter" Mikrowellenenergie erfolgreich demonstriert werden. Mikrofone neben der Person, die die Stimme wahrnimmt, konnten diese Geräusche nicht aufnehmen würde eine breite Palette von Möglichkeiten eröffnen. "

Der Bericht sagt voraus, dass mit größeren Geräten eine Kommunikation über größere Entfernungen möglich wäre, während mit tragbaren Geräten Signale mit geringerer Reichweite erzeugt werden könnten. Stimmen in die Köpfe der Menschen zu stecken, könnte "psychisch verheerende" Folgen haben. Die Technologie könnte sogar die Kommunikation mit einer einzelnen Geisel ermöglichen, die von Entführern umgeben ist, obwohl dies "extreme Richtungsspezifität" erfordern würde.

Mit einer anderen Waffe könnten elektromagnetische Impulse verwendet werden, um die Funktion des Gehirns zu stören, obwohl sich diese Technologie zu diesem Zeitpunkt noch im theoretischen Stadium befand.

Unter normalen Bedingungen funktionieren alle Gehirnstrukturen mit einer spezifischen rhythmischen Aktivität, die von den eingehenden sensorischen Informationen abhängt. Manchmal synchronisiert das Gehirn die neuronale Aktivität, um sich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren, aber der Grad der neuronalen Synchronisation wird stark kontrolliert. Unter bestimmten Bedingungen (wie z. B. körperlicher Stress oder Hitzschlag) können jedoch mehr Bereiche des Gehirns hochsynchron feuern und unkontrolliert zu feuern beginnen.

Der Bericht beschreibt eine Methode zur Replikation dieses hochsynchronen Neuronenfeuerns über Entfernungen von mehreren hundert Metern. Elektromagnetische Hochspannungsimpulse (100 kV / m), die eine Nanosekunde lang anhalten, können das Feuern von Neuronen auslösen und die kontrollierte Feueraktivität des Körpers stören. Kurzfristige Auswirkungen können Bewusstlosigkeit, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche und Krampfanfälle sein, die einige Minuten anhalten. Diese gepulsten Hochspannungsquellen, die eine geschätzte Frequenz von 15 Hz erfordern würden, existieren heute.

Eine andere Form der nicht-letalen Folter, die im Bericht beschrieben wird, ist die Erwärmung durch Mikrowellen. Durch Erhöhen der Körpertemperatur auf 41 ° C (105, 8 ° F) können Menschen Empfindungen wie Gedächtnisverlust und Orientierungslosigkeit spüren und weniger aggressiv sein. Dem Bericht zufolge kann der Mensch Temperaturen von bis zu 42 ° C überleben. Eine längere Exposition kann zu bleibenden Hirnschäden oder zum Tod führen.

Die Mikrowellenerwärmungstechnik wurde an einem Rhesusaffen getestet, bei dem ein 225-MHz-Strahl einen Anstieg der Körpertemperatur des Tieres bewirkte. Je nach Dosierung trat die Temperaturerhöhung innerhalb von 15 bis 30 Minuten auf. Nachdem der Strahl entfernt worden war, fiel die Körpertemperatur des Tieres auf den Normalwert zurück. Der Bericht schlägt vor, dass die Technik nützlich sein könnte, um Menschenmengen oder Verhandlungen zu kontrollieren.

Während die Untersuchungen faszinierende Techniken für nicht-tödliche Folterungen aufzeigen, werden in dem Bericht keine Pläne für die Durchführung spezifischer Experimente oder Studien in der Zukunft erwähnt.

Vollständiger Bericht: Bioeffekte ausgewählter nicht tödlicher Waffen
via: Wired Citation : Der Pentagon-Bericht untersuchte Laser, die Ihnen Stimmen in den Kopf setzen (2008, 18. Februar). Abgerufen am 25. Dezember 2019 von https://phys.org/news/2008-02-pentagon-lasers-voices.html unterliegen dem Urheberrecht. Abgesehen von fairen Geschäften zum Zwecke des privaten Lernens oder Forschens darf kein Teil ohne schriftliche Genehmigung reproduziert werden. Der Inhalt dient nur zu Informationszwecken.