Das Gutenberg Research College (GRC) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat das begehrte GRC-Stipendium an Professor Krishnaraj Rajalingam vergeben. In den kommenden Jahren wird er ein Forschungsteam am Forschungszentrum für Immuntherapie der Universität Mainz leiten. Rajalingams Forschung konzentriert sich auf das Verständnis der molekularen Signalmaschinerie, die grundlegende Zellprozesse wie den programmierten Zelltod, die Zellmigration und die Zelldifferenzierung steuert. Professor Krishnaraj Rajalingam hat kürzlich die renommierte Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewonnen und ist seit Juli 2014 Professor für Zellbiologie am Universitätsklinikum Mainz. Derzeit leitet er eine Molecular Signaling Unit dem Institut für Immunologie angeschlossen.

Professor Matthias Neubert, Direktor des GRC und Leiter der Arbeitsgruppe Theoretische Hochenergiephysik an der Universität Mainz, ist der Ansicht, dass die Vergabe des Stipendiums an Professor Krishnaraj Rajalingam "einen wichtigen Schub für die translationale Medizin auf den Gebieten der Immuntherapie, der Neurowissenschaften, darstellt. und Gefäßbiologie. " Neubert fügte hinzu, dass die Vergabe des GRC-Stipendiums an Rajalingam einen wesentlichen Beitrag zur künftigen Entwicklung dieses Spitzenforschungsbereichs in Mainz leisten und das Forschungsprofil der JGU weiter verbessern wird.

Rajalingams Hauptforschungsinteresse ist es zu verstehen, wie Signalwege bei pathologischen Zuständen wie Krebs dereguliert werden. Es ist von größter Bedeutung, die molekularen Grundlagen zu verstehen, um die Ätiologie komplexer Erkrankungen wie Krebs zu verstehen, damit in den Kliniken neue Therapiestrategien entwickelt und verabreicht werden können. Wie durchlaufen die Zellen einen programmierten Zelltod? Wie wandern und differenzieren die Zellen, um verschiedene Gewebetypen zu bilden? Wie interagieren bakterielle Krankheitserreger mit Wirtszellen? Welche Moleküle in den Zellen können gezielt Tumorzellen abtöten? Rajalingams Ziel ist es, einige dieser grundlegenden Fragen zu beantworten, die den Weg für neuartige Therapeutika für mehrere wichtige Erkrankungen des Menschen, einschließlich Krebs, ebnen könnten.

"Die Vergabe des GRC - Stipendiums an Professor Krishnaraj Rajalingam ist ein großer Erfolg für unser Forschungszentrum für Immuntherapie und wird uns entscheidend dabei unterstützen, eines der führenden Zentren für translationale Forschung auf den Gebieten Immunologie, Neurowissenschaften und Immunologie zu werden vaskuläre Biologie. Seine Forschung wird zweifellos zu einem besseren Verständnis der Ursachen von Dysregulation bei chronischen Infektionen, Autoimmunerkrankungen und Krebs beitragen ", sagte Professor Ulrich Förstermann, wissenschaftlicher Leiter des Medizinischen Zentrums der Universität Mainz.

Das Gutenberg Research College wurde 2007 von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit dem Ziel gegründet, die akademischen Kernstärken der Universität zu fördern und vielversprechende neue Forschungsfelder zu unterstützen. Die Vergabe eines Stipendiums ist eines der wichtigsten Instrumente des GRC und sieht die gezielte finanzielle Unterstützung herausragender Forscher vor, die ideale Voraussetzungen für die Durchführung ihrer Forschungsprojekte schaffen.

Krishnaraj Rajalingam, geboren 1977, erwarb 2000 einen Master in Life Sciences an der Bharathidasan University in Indien. Er promovierte 2004 am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie (MPIIB) in Berlin und setzte anschließend seinen Forschungsaufenthalt am MPIIB fort für weitere zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Von 2006 bis 2008 leitete er eine Forschungsgruppe am Institut für Medizinische Radiologie und Zellforschung der Universität Würzburg. Er wurde für das renommierte Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewählt und leitete eine unabhängige Forschungsgruppe am Institut für Biochemie II der Goethe-Universität in Frankfurt. 2013 wurde er PLUS3-Stipendiat der Boehringer Ingelheim Foundation, eine großzügige Unterstützung für herausragende junge Gruppenleiter, um ihr Forschungsprofil zu schärfen. Seit 2014 hat er eine DFG-Heisenberg-Professur für Zellbiologie, die am Forschungszentrum für Immuntherapie der Universität Mainz angesiedelt ist. Rajalingam hat zahlreiche Veröffentlichungen in führenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften verfasst und mehrere renommierte Forschungspreise gewonnen. Er ist ein anerkannter Forscher auf seinem Gebiet, der erst relativ jung ist und erst 37 Jahre alt ist.

Zur Verfügung gestellt von der Universität Mainz