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(Phys.org) - Ein Forscherteam aus Australien und Neuseeland hat herausgefunden, dass von Booten im Hafen ausgehende Geräusche invasive Meerestiere anziehen. In ihrem in der Fachzeitschrift Biofouling veröffentlichten Artikel beschreibt das Team, wie sie Geräuschversuche zusammen mit Bootsinspektionen durchführten, um mehr über die Gewohnheiten von Foulinglarven und ihre Vorlieben zu erfahren, und entdeckte, dass der von Booten verursachte Lärm dem von natürlichen Riffen ähnelt.

Der Vorgang, bei dem sich Organismen (wie Algen, Seepocken und Seespritzer) an den Schiffsrümpfen festsetzen und sich dann invasiv ausbreiten, wird als Biofouling bezeichnet, und solche, die dies tun, werden als Fouling-Arten bezeichnet. Eine Anhäufung solcher Organismen verursacht eine Menge Widerstand für Boote - Eigentümer wenden eine Vielzahl von Methoden an, um das Anhaften zu verhindern, würden es jedoch vorziehen, wenn Wissenschaftler einen Weg finden, um zu verhindern, dass sie sich überhaupt anhaften. In diesem neuen Versuch wollten die in Australien tätigen Forscher besser verstehen, warum Fouling-Arten von Booten angezogen werden. Um mehr zu erfahren, setzten sie in einem von Fischereifahrzeugen in Freemantle genutzten Hafen Mikrofone unter Wasser ein. Aufzeichnungen wurden von Schiff abgebildet. Die Forscher durften auch die Rümpfe mehrerer Boote im Hafen einer Sichtprüfung unterziehen, um den Grad der Verschmutzung durch Organismen zu messen.

Die Forscher stellten fest, dass sich die stärksten Wachstumskonzentrationen in der Nähe des Bordgenerators jedes Bootes befanden - solche Generatoren werden in der Regel auch im Hafen in Betrieb gehalten, um Kühlschränke und andere Geräte am Laufen zu halten. Die Forscher stellten fest, dass der von den Generatoren ausgestrahlte Schall dem von natürlichen Riffen ähnelte, die die natürliche Heimat solcher Organismen sind. Sie schlagen daher vor, dass Bootsbesitzer die Konzentrationen reduzieren könnten, indem sie ihre Generatoren im Hafen ausschalten und Port-Plug-Ins zur Stromversorgung ihrer Ausrüstung verwenden.

In einem anderen Experiment setzten die Forscher gefangene Seespritzer über ihre Aufzeichnungen dem Bootslärm aus und stellten fest, dass sie sich dadurch früher an einer Befestigungsstelle niederließen, schneller wuchsen und auch ihre Überlebensrate erhöhten.

Da Verschmutzungsorganismen eindeutig von Geräuschen angezogen werden, begründen die Forscher, dass sie möglicherweise auch von anderen Geräuschen abgestoßen werden, die bei unterschiedlichen Frequenzen auftreten. Ihre nächsten Experimente werden darauf abzielen, dies herauszufinden.