Das Tattoo-Display: "Wasserdicht und mit Pizza betrieben."

Jim Mielkes kabelloses blutbefeuertes Display ist eine echte Verschmelzung von Technologie und Körperkunst. Beim jüngsten Greener Gadgets Design-Wettbewerb demonstrierte der Ingenieur einen subkutan implantierten Touchscreen, der als Handy-Display fungiert und das Potenzial für 3G-Videoanrufe aufweist, die direkt unter der Haut sichtbar sind.

Die Basis des 2x4 Zoll "Digital Tattoo Interface" ist ein Bluetooth-Gerät aus dünnem, flexiblem Silikon und Silikon. Es wird durch einen kleinen Einschnitt als eng gerolltes Rohr eingeführt und dann unter der Haut entfaltet, um sich zwischen Haut und Muskel auszurichten. Durch denselben Einschnitt werden zwei kleine Röhrchen am Gerät an einer Arterie und einer Vene befestigt, damit das Blut zu einer münzengroßen Blutbrennstoffzelle fließen kann, die Glukose und Sauerstoff in Elektrizität umwandelt. Nachdem das Blut von der Arterie zur Brennstoffzelle gelangt ist, fließt es durch die Vene wieder heraus.

Sowohl auf der oberen als auch auf der unteren Oberfläche des Displays befindet sich eine passende Matrix von felderzeugenden Pixeln. Die Oberseite ermöglicht auch die Steuerung des Touchscreens über die Haut. Anstelle von Tinte verwendet das Display winzige mikroskopische Kugeln, die der Tätowiertinte ähneln. Ein feldempfindliches Material in den Kugeln ändert seine Farbe von klar nach schwarz, ausgerichtet an den Matrixfeldern.

Das Tattoo-Display kommuniziert drahtlos mit anderen Bluetooth-Geräten - sowohl in der Außenwelt als auch innerhalb desselben Körpers. Obwohl das Gerät immer eingeschaltet ist (solange Ihr Blut fließt), kann das Display durch Drücken eines kleinen Punktes auf der Haut aus- und wieder eingeschaltet werden. Wenn beispielsweise das Telefon klingelt, schaltet eine Person das Display ein und "das Tattoo wird als digitales Video des Anrufers lebendig", erklärt Mielke. Wenn der Anruf beendet ist, verschwindet das Tattoo.

Könnte ein solches invasives Gerät schädliche biologische Wirkungen haben? Eigentlich könnte das Gerät gesundheitliche Vorteile bieten. Das liegt daran, dass es auch ständig auf viele Bluterkrankungen hin überwacht und die Person auf ein gesundheitliches Problem hinweist.

Das Tattoo-Display ist nach wie vor nur ein Konzept, und es gibt keine konkreten Pläne für eine Vermarktung.

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